Bauspardarlehen

Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines Bauspardarlehens ist immer, dass vorher ein entsprechender Bausparvertrag bei einer Bausparkasse abgeschlossen wurde.

26929_687829042.jpgBei Vertragsabschluss wird die Bausparsumme festgelegt und die monatliche Rate, mit der der Bausparvertrag zu besparen ist. Dabei setzt sich die Bausparsumme aus den Sparraten, eventuellen Einmalzahlungen und den Zinsen sowie dem Bauspardarlehen zusammen.

Für den Abschluss des Bausparvertrages sind Gebühren zu zahlen.

Als Faustregel gilt, dass 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme vom Bausparer einzuzahlen sind und dementsprechend 50 bis 60 Prozent als Bauspardarlehen gewährt werden.

Bei Abschluss des Bausparvertrages ist allerdings der Zeitpunkt der Zuteilung des Bauspardarlehens nicht bekannt. Viele Bausparer gehen von der Annahme aus, dass das Bauspardarlehen sofort zugeteilt wird, wenn die notwendigen 40 oder 50 Prozent angespart sind.

Dem ist nicht so, die Zuteilungsreife https://sigmaessays.com/buy-essay/ des Bauspardarlehens von anderen Faktoren abhängig. Wenn viele Bausparer Bausparverträge besparen, ist eine Zuteilung des Bauspardarlehens schneller möglich, als in Zeiten, in denen weniger Bausparer ihre Verträge besparen.

Die Bausparkassen bewerben ihre Bauspardarlehen mit sehr niedrigen Nominalzinsen, durch die dazu kommenden Gebühren wird der effektive Jahreszins jedoch immer höher ausfallen.

So kann sich der Nominalzinssatz von 4,9 Prozent schnell zu einem Effektivzins von 6,3 Prozent für das Bauspardarlehen entwickeln.

30466_41226064.jpgFür Bausparguthaben werden von den Bausparkassen Zinsen gezahlt, die relativ niedrig sind. Dadurch wird das Guthaben auf dem Bausparkonto langsamer wachsen und das aufzunehmende Bauspardarlehen wird immer höher sein, als wenn der Bausparer sein Eigenkapital höher verzinst angespart hätte.

Das sollte auch jeder beim Abschluss eines Bausparvertrages berücksichtigen. Genauso wie den Sachverhalt, dass Bausparsumme und Sparrate in einem angemessenen Verhältnis stehen müssen.

Werden zu hohe Bausparsummen mit zu niedrigen Sparraten kombiniert, dann kommt es ewig nicht zu einer Gewährung des Bauspardarlehens, weil das Bausparguthaben nicht erreicht wird.

Hat der Bausparer die Bausparsumme angespart und auch sein Haus dazu gefunden, kann es durchaus sein, dass das Bauspardarlehen noch nicht ausgezahlt wird, weil es noch nicht zuteilungsreif ist.

Dann muss zwischenfinanziert werden und zwar nicht nur in der Höhe vom Bauspardarlehen sondern in Höhe der gesamten Bausparsumme.

Dafür sind entsprechend Zinsen zu zahlen, die viel höher sind, als die Zinsen, die die Bausparkasse auf das Bausparguthaben zahlt. Zwischenfinanzierungen sind aus diesem Grund zu meiden.