Hypothekarkredit

Wenn jemand eine Immobilie erwerben möchte, stellt sich für die meisten die Frage der Finanzierung. Auch bei einem Umbau oder einer Sanierung kann es vorkommen, dass die vorhandenen Mittel zur Finanzierung des Vorhabens nicht ausreichen. Dann kann ein Hypothekarkredit helfen.

Der Hypothekarkredit wird langläufig auch Real- oder Immobilienkredit genannt.

84570_14626358.jpgEin Hypothekarkredit ist eine Art von Kredit, die durch Eintragung einer entsprechenden Grundschuld im Grundbuch abgesichert wird.

Grundsätzlich ist der Zweck eines Hypothekarkredit frei wählbar, d.h. er kann wie oben gesagt, für alle die mit dem Erwerb, Umbau oder Sanierung einer Immobilie in Verbindung stehenden Zwecke bei einer Bank beantragt werden.

Der Begriff Hypothekarkredit steht hauptsächlich für die Verpfändung von Grundstücken und Gebäuden durch Bestellung von Grundpfandrechten wie eine reine Hypothek, eine Grund- oder Rentenschuld. Denn der Hypothekarkredit ist ein durch einen folgenden Grundbucheintrag langfristig abgesicherter Kredit.

Die Grundlage eines Hypothekarkredit ist die Sicherstellung an einer Immobilie, durch die die Tilgungs- und Zinszahlung gewährleistet wird.

Weitere Sicherheiten für die Bank können Gehaltsverpfändungen, Bürgen und - wovon aber nur im Notfall Gebrauch gemacht werden sollte - Wechsel sein.

90756_25561929.jpgDurch diese vergleichsweise sehr umfangreichen Sicherheiten werden für diese Hypothekarkredite geringe Zinsen berechnet.

Die Höhe des Zinssatzes ist einerseits abhängig vom nachhaltigen Wert der Immobilie und andererseits welche nachhaltigen Erträge aus der Immobilie erwirtschaftet werden können.

Hypothekarkredite haben keine feste Laufzeit, die jeweiligen Zinsen dafür werden meist zwischen 5 und 15 Jahren festgelegt. Läuft die Zinsbindungsfrist aus, muss der Darlehensnehmer mit der Bank über neue Zinsen verhandeln oder die Restschuld tilgen.

Abgewickelt wird der Hypothekarkredit üblicherweise durch einen Notar oder Rechtsanwalt, der zusammen mit einer Kreditbank das Geld nach und nach an den Bauherren auszahlen lässt und die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch durch das Grundbuchamt veranlasst. Das heißt im Umkehrschluss, dass der gesamte Geldbetrag erst ausgezahlt wird, wenn sämtliche Sicherheiten vorliegen.